Angebots-Check · Kostenloser Schnellcheck

Tagungsangebot prüfen: Worauf achten, was kostet es wirklich?

Die Pauschale auf Seite 1 ist selten der Preis. Tragen Sie die Zahlen aus dem Hotelangebot ein: Sie sehen den realistischen Gesamtpreis, was eine Absage in Euro kostet und welche Punkte Sie vor der Unterschrift klären sollten.

Stand , Maximilian Stroh. Rechnet nur mit Ihren Zahlen, prüft keine Klauseln auf Wirksamkeit.

Personen
20
Tage
2
Nächte
1

Ihr Angebot

Vorausgefüllt mit erfundenen Beispielwerten. Überschreiben Sie sie mit Ihrem Angebot; leere Felder gelten als „steht nicht drin“.

Gruppe
Preise laut Angebot, netto in Euro
Technik
Getränke
Weitere Kosten

Leer = keine. City Tax 2026

Stornosatz in % bei Komplettabsage …

Worauf beziehen sich die Prozente?

Fristen und Klauseln

Zimmer gebucht als

Preisanpassung vorbehalten?

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Beispielergebnis

20 Personen, 2 Tage, 1 Nacht · erfundene Beispielwerte

Nettopositionen zuzüglich Umsatzsteuer und City Tax

Übernachtung2.380,00 €
Tagungspauschale, Anteil Speisen1.656,00 €
Tagungspauschale, übrige Leistungen1.104,00 €
Abendessen (Speisen)760,00 €
Fehlbetrag zum Mindestumsatz480,00 €
USt 7 %335,72 €
USt 19 %300,96 €
City Tax0,00 €

Gesamt brutto 7.016,68 €

Pauschale und Zimmer alleindas, was Angebote meist vorn zeigen, brutto5.632,28 €
Realistischer Gesamtpreisbrutto mit allen eingetragenen Positionen7.016,68 €
Unterschied25 % mehr als Pauschale und Zimmer1.384,40 €
pro Person350,83 €
Alle Positionen mit Umsatzsteuer
Übernachtung20 Zi. × 1 N. × 119,00 € · 7 % USt2.546,60 €
Tagungspauschale, Anteil Speisen60 % von 20 P. × 2 T. × 69,00 € · 7 % USt1.771,92 €
Tagungspauschale, übrige LeistungenRaum, Technik, Getränke u. a. · 19 % USt1.313,76 €
Abendessen (Speisen)20 P. × 1 × 38,00 € · 7 % USt813,20 €
Fehlbetrag zum Mindestumsatzals Raummiete berechnet (ungünstigster Fall) · 19 % USt571,20 €
davon Umsatzsteuer 7 % / 19 %335,72 € / 300,96 €

Was eine Absage kostet

  • 35 Tage vorher, 60 % · über Median 50 %1.851 €–4.210 €
  • 20 Tage vorher, 75 %2.314 €–5.263 €
  • 10 Tage vorher, 85 % · über Median 80 %2.623 €–5.964 €
  • 1 Tag vorher, 85 %2.623 €–5.964 €

Spanne: von „nur Pauschale“ bis „alles“, weil die Basis offen ist.

Vor der Unterschrift klären: 1 kritisch, 2 auffällig, 9 offen

  • kritischMindestumsatz wird schon mit 20 Personen verfehlt 571,20 €Ihre Positionen außer Zimmern ergeben 3.520,00 € netto, verlangt sind 4.000,00 €. Die Differenz von 480,00 € netto rechnet der Schnellcheck als Raummiete ein. In 7 der 31 ausgewerteten AGB werden stattdessen 60 % der Differenz berechnet.
  • auffälligAbsage 35 Tage vorher: 60 % 1.851,40 €Median der 31 AGB: 50 %. Ihr Satz liegt über dem Median, aber nicht im oberen Viertel.
  • auffälligAbsage 10 Tage vorher: 85 % 2.622,82 €Median der 31 AGB: 80 %. Ihr Satz liegt über dem Median, aber nicht im oberen Viertel.
  • offenTechnik: nicht klar, was enthalten istBeamer, Leinwand, Mikrofon, WLAN und Technikbetreuung tauchen oft erst als eigene Position auf. Ein Seminarveranstalter berichtet von einer Gebühr sogar für den eigenen mitgebrachten Beamer.
  • offenGetränke: nicht klar, was enthalten istTagungsgetränke im Raum, Getränke zum Mittag- und Abendessen und die Bar am Abend werden unterschiedlich abgerechnet. Ein Tagungsgast berichtet von Nachzahlungen für Getränke trotz Halbpension.
  • offenSpeisen: 7 % Umsatzsteuer seit 2026, weitergegeben?Seit Januar 2026 tragen Speisen 7 % statt 19 % Umsatzsteuer. Im MICE-Report 2026 von eventinc gaben nur 25 % der befragten Tagungshotels und Locations die Senkung ganz oder teilweise weiter, 42 % gleichen damit gestiegene Kosten aus. Blieb der Bruttopreis gegenüber 2025 gleich, zahlen Sie für die Speisen netto rund 11 % mehr.
  • offenRaum: Tageslicht, Lüftung und GruppenräumeDie Raumgröße steht im Angebot, die Bedingungen selten. Ein Geschäftsreisender beschreibt einen Hotel-Tagungsraum im ehemaligen Fitnessraum unterm Dach, mit defekter Klimaanlage. Und wer spontan einen freien Nebenraum für Gruppenarbeit nutzt, bekommt ihn nach Aussage einer Bankettmitarbeiterin berechnet.
  • offenUnklar, worauf sich die Storno-Prozente beziehenNur auf die Tagungspauschale oder auf alles inklusive Zimmer? Je nach Antwort liegt dieselbe Prozentstufe um ein Vielfaches auseinander, siehe die Spanne unten.
  • offenKeine kostenfreie Reduktion angegebenIn 21 von 31 AGB gibt es eine feste Quote, meist 5 oder 10 %, zu melden häufig 5 Werktage vorher (11 AGB). Jede Person darüber kostet hier rund 154,28 € Pauschale.
  • offenUnklar, ob Zimmer fest oder auf Abruf gebucht sindDas entscheidet, ob Sie leere Zimmer zahlen. Hotels setzen eine Abruffrist, nach der freie Zimmer zurückgehen oder berechnet werden.
  • offenPreisanpassung nicht geprüft, Tagung in 5 MonatenBei mehr als vier Monaten Vorlauf erlauben mehrere AGB eine Preiserhöhung, meist bis 5 %, ein Haus erst ab sechs Monaten.
  • offenOptionsdatum nicht eingetragenLäuft die Option ohne Rückmeldung ab, gibt das Hotel Raum und Zimmer frei; so steht es zum Beispiel in den Tagungs-AGB des Hotels Ahrenberg. Notieren Sie das Datum aus dem Angebot.

Diese Fragen ans Hotel schicken

Text markieren und in Ihre Mail kopieren.

So geht es weiter

Eine Spielfigur vor sechs Häusern mit leeren Angebotskarten, im dritten Haus brennt Licht
Hotelangebote
rund 6
Vermittlung
kostenlos
Vertrag
direkt beim Haus
Tagung beschreiben
  • Ganzes Angebot prüfen lassenDer Schnellcheck sieht nur, was Sie eintragen. Im Angebots-Check lesen wir das PDF samt AGB, finden die Klauseln selbst, rechnen jede Stornostufe in Euro und schreiben die Verhandlungsmail. Ergebnis am nächsten Werktag, 49 €.
  • 49 €für den verlinkten Angebots-Check des PDF samt AGB.

  • Stornostaffel einordnenIhre Prozente neben den Staffeln aus 31 Tagungs-AGB.
  • Kosten genauer rechnenMit Speisen-Anteil der Pauschale, City Tax nach Stadt und Ihrem Absagedatum.
  • Mehrere Angebote einholen lassenWir holen Angebote von rund sechs passenden Häusern ein und rechnen sie in diese Struktur um. Für Sie kostenlos.

Worauf muss ich bei einem Tagungsangebot achten?

5 PositionenTechnik, Getränke, Raummiete, Servicepauschale und Mindestumsatz prüfen.

Auf alles, was nicht in der beworbenen Pauschale steckt, und auf die Fristen. Konkret: Technik, Getränke, Raummiete, Servicepauschale und Mindestumsatz als eigene Positionen.

Preis prüfenAlle Positionen
Fristen prüfenStorno, Abruf, Option

Prüfen Sie außerdem die Stornostaffel und worauf sie sich bezieht; wie viele Teilnehmende Sie kostenfrei abmelden dürfen; ob die Zimmer fest oder auf Abruf gebucht sind; ob das Hotel die Preise anpassen darf; und bis wann die Option gilt. Erst mit diesen Punkten wird aus einem Angebot ein vergleichbarer Gesamtpreis.

Warum das günstigste Angebot oft nicht das günstigste ist

Sechs verschiedene Modellhotels in einer Reihe, darüber leere Preisschilder

Assistenzkräfte, die regelmäßig Tagungen einkaufen, beschreiben dasselbe Muster: Das Haus mit dem niedrigsten Mindestumsatz gewinnt den Vergleich, und dann kostet schon das einfache Frühstück 85 Dollar plus Aufschläge pro Person. Eine Assistentin wünscht sich schlicht, dass ihr jemand „straight up“ sagt, was Mindestumsatz plus Servicepauschale plus Bearbeitungsgebühr am Ende ergeben, und ob auf die Gebühren noch Steuer kommt. Eine andere rechnet in ihrer Vergleichstabelle für US-Restaurants mit rund 36 % Aufschlag für Steuern, Trinkgeld und Service auf den Mindestumsatz.

36 %Aufschlag auf den Mindestumsatz in einer zitierten Vergleichstabelle.

In Deutschland heißt das selten „Service Charge“, die Logik ist dieselbe. Manche Hotels trennen Tagungspauschale und Raummiete bewusst. Eine Tagungsverkäuferin begründet das auf LinkedIn so: Firmen nennen immer häufiger feste Budgets nur für Verpflegung, und die Raummiete deckt die Fixkosten. Die fallen bei drei Gästen genauso an wie bei fünfzehn.

59 €Pauschale mit Raummiete kann mehr kosten als 69 € ohne.

Für Sie bedeutet das: Eine Pauschale von 59 € mit Raummiete kann teurer sein als 69 € ohne. Ein Einkäufer kritisiert in derselben Diskussion starre Verpflegungspakete mit fünf Mahlzeiten am Tag, die bei internen Tagungen niemand braucht. Fragen Sie nach Modulen statt Komplettpaket.

Ein Selbständiger schreibt in einem Hochzeitsforum offen, er gestalte die Preiskalkulation für Kunden lieber unübersichtlich, damit niemand über einzelne Posten stolpert. Sein Rat: auf die Zahl unten schauen und auf das, was man dafür bekommt. Genau diese Zahl rechnet der Schnellcheck aus.

2 %der Hotels klärten im genannten Benchmark vorab den Bedarf.

Dazu kommt, dass Angebote selten auf Ihre Anfrage zugeschnitten sind. Im Benchmark-Report 2026 von MICE desk klärten nach eigener Auswertung von 294 Testanfragen nur 2 % der deutschen Tagungshotels vor dem Angebot den Bedarf. Ein Planer kommentiert, dass selbst bei mitgeschickter Anforderungsliste oft Kopier-Angebote zurückkommen. Was nicht gefragt wurde, steht dann auch nicht drin.

Fünf Positionen, die auf Seite 1 fehlen

Ein Stapel weißer Angebotsblöcke, unter dem farbige Posten hervorschauen, daneben eine Spielfigur
  • TechnikBeamer, Mikrofon, WLAN mit zugesagter Bandbreite, Technikbetreuung. Ein Seminarveranstalter berichtet sogar von einer Gebühr dafür, den eigenen Beamer zu nutzen. Auch „inklusive“ schützt nicht: Ein Teilnehmer erzählt von einem Business-Paket mit beworbener Leinwand, aber ohne Beamer, und WLAN nur per Kabel gegen Gebühr pro Person und Tag. Lassen Sie sich die enthaltene Technik als Liste geben.
  • GetränkeIm Raum, zum Mittag, zum Abendessen und an der Bar wird verschieden abgerechnet. Ein Gast eines Tagungshotels berichtet von Nachzahlungen für Getränke trotz Halbpension, weil niemand vorher darauf hingewiesen hatte.
  • 2.500 €Mindestumsatz im geschilderten Veranstaltungsangebot.

  • Raummiete und MindestumsatzWird der Mindestumsatz verfehlt, berechnen Häuser die Differenz als Raummiete oder als entgangenen Gewinn: in 7 der 31 ausgewerteten AGB 60 % der Differenz. Der Schnellcheck zeigt, unter welcher Teilnehmerzahl das passiert. Achten Sie auch darauf, wann der Betrag genannt wird: Ein Veranstalter berichtet, dass ihm ein Mindestumsatz von 2.500 € an Wochenenden erst in einer späteren E-Mail genannt wurde, nach der mündlichen Buchung.
  • 22 UhrAb dieser Uhrzeit begründet das zitierte Hotel seine Servicepauschale.

  • Service- oder BearbeitungspauschaleProzentual auf Speisen, Getränke oder alles. Fragen Sie, auf welche Positionen sie berechnet wird. Es gibt sie auch als festen Betrag: In einem Saalmietvertrag, den eine Mieterin im Forum zitiert, steht neben der Stornostaffel eine Bearbeitungsgebühr von 250 € netto. Ein Hotel begründet in der Antwort auf eine Bewertung eine Servicepauschale für Feiern nach 22 Uhr mit Fachkräftemangel und höheren Lohnkosten am Abend.
  • 250 € nettoBearbeitungsgebühr im zitierten Saalmietvertrag.

  • City TaxJe nach Stadt pro Person und Nacht oder als Prozentsatz vom Zimmerpreis, ohne Umsatzsteuer. Mehr unter City Tax für Geschäftsreisen 2026.

Option, Teilnehmerzahl, Zimmerabruf: die Fristen

5 Werktagevorher: Meldefrist in 11 der ausgewerteten AGB.

Ein Angebot enthält meist drei Fristen, die Geld kosten, wenn man sie verpasst. Die Optionsfrist: Melden Sie sich bis dahin nicht, verfallen Raum- und Zimmeroptionen, so steht es etwa in den Tagungs-AGB des Hotels Ahrenberg.

10 %kostenfreie Abmeldungen in 7 der ausgewerteten AGB.

Die Meldefrist für die Teilnehmerzahl: In 21 von 31 AGB unserer Stichprobe gibt es eine feste kostenfreie Quote, 14-mal 5 % und 7-mal 10 %, gemeldet in 11 Fällen bis 5 Werktage vorher. Und die Abruffrist für Zimmer: Danach gehen freie Zimmer an das Hotel zurück oder werden berechnet. Eine Rezeptionistin beschreibt, wie eine Gruppe dachte, mit dem Gruppenvertrag seien die Zimmer schon gebucht; nach der Frist waren sie weg. Mehr dazu in Option oder Buchung?, mit einem Abschnitt zum Zimmerkontingent.

Rechnung höher als das Angebot: so gleichen Sie ab

600 €unerwartete Raummiete im geschilderten Fall.

Der teuerste Moment kommt oft nach der Tagung. Ein Gastgeber schildert auf gutefrage, dass auf der Rechnung plötzlich 600 € Raummiete standen, obwohl bei der Reservierung nie davon die Rede war; vereinbart war ein Festpreis pro Person fürs Essen, Getränke extra. Eine Antwort darunter ist nüchtern: Raummiete sei absolut üblich, entscheidend sei, ob sie im schriftlichen Angebot oder Vertrag stand. Ähnlich bei Preisen mit „ca.“: Ein Gastgeber fand auf der Rechnung 25,20 € statt der angebotenen 19,50 € pro Hauptgericht, bei 60 Gästen. Am besten klären Sie deshalb schon vor der Unterschrift jede Position schriftlich, die der Schnellcheck als „offen“ markiert.

25,20 €statt angebotener 19,50 € je Hauptgericht im geschilderten Fall.

Ist die Rechnung schon da, hilft eine feste Reihenfolge:

  1. Unterlagen nebeneinander legen: Angebot, Ihre Bestätigung, AGB und alle Mails mit Zusagen. Gleichen Sie Zeile für Zeile ab, nicht nur die Summe.
  2. Abweichungen sortieren: mehr Personen oder Getränke als geplant, das ist meist Verbrauch. Ein Posten, der nirgends auftaucht, ist eine Rückfrage wert. Typisch sind Raummiete, Technik, Servicepauschale, Gruppenräume und der Fehlbetrag zum Mindestumsatz.

    19,50 €war der angebotene Preis je Hauptgericht im geschilderten Fall.

  3. Sachlich nachfragen: Bitten Sie das Hotel, die Stelle im Angebot oder in den AGB zu nennen, auf die sich der Posten stützt, und um eine korrigierte Rechnung, falls es keine gibt. Unstrittige Positionen zahlen Sie fristgerecht.

60 Gästewaren von der geschilderten Abweichung beim Hauptgericht betroffen.

Ein Grund für Überraschungen liegt auch auf Ihrer Seite. Eine Bankettmitarbeiterin beschreibt Gäste, die für Nebengespräche in freie, nicht gebuchte Räume ausweichen; der Vertrieb lasse so etwas nicht unberechnet. Brauchen Sie Gruppenräume, buchen Sie sie vorher mit Preis. Ob ein nachträglich berechneter Posten rechtlich geschuldet ist, beurteilt der Schnellcheck nicht; im Streitfall hilft eine Rechtsberatung.

Stornotabellen genau lesen

28 Tagevorher: kostenfreie Absage im genannten Seespitz-Beispiel.

Prozentzahlen in Storno-Tabellen meinen nicht immer, was man denkt. Das Seespitz Gästehaus am Ammersee listet für Gruppen bis 50 Personen die Spalte „kostenfreie Stornierung in %“: 100 % bis 28 Tage vorher, dann 70, 50 und 30 %. Gemeint ist der Anteil, der kostenfrei bleibt; die Kosten steigen also von 0 auf 30, 50 und 70 %. Die KI-Zusammenfassung einer Websuche hat diese Tabelle bei unserer Recherche am 19.10.2026 genau verkehrt herum wiedergegeben.

Kostenfrei bis 28 Tage vorher
100 %
Spätere Kosten im Beispiel
30 / 50 / 70 %

Tragen Sie im Schnellcheck deshalb immer ein, wie viel Prozent Sie zahlen, und klären Sie die Basis: In unserer Stichprobe von 31 AGB rechnen manche Häuser nur auf die Pauschale, andere auf den gesamten Umsatz inklusive Zimmer. Den Median je Stufe (50 % 35 Tage, 75 % 20 Tage, 80 % 10 Tage, 85 % 1 Tag vorher) zeigt der Schnellcheck neben Ihrem Wert.

Kurz beantwortet

31 AGBbilden die Vergleichsstichprobe für die Stornosätze.

Worauf muss ich bei einem Tagungsangebot achten?

Auf alles, was nicht in der Pauschale steht: Technik, Getränke, Raummiete, Servicepauschale und Mindestumsatz. Dazu die Stornostaffel samt Basis, die kostenfreie Teilnehmer-Reduktion, ob Zimmer fest oder auf Abruf gebucht sind, eine mögliche Preisanpassung und das Optionsdatum.

Warum ist das günstigste Tagungsangebot oft nicht das günstigste?

Weil die beworbene Pauschale nur einen Teil der Kosten zeigt. Ein Haus mit niedriger Pauschale kann Technik, Getränke oder Raummiete extra berechnen, einen hohen Mindestumsatz verlangen oder bei Absage auf den Gesamtumsatz rechnen. Vergleichbar wird es erst als Gesamtpreis brutto mit Stornokosten in Euro.

Was passiert, wenn wir den Mindestumsatz nicht erreichen?

Das regeln die AGB. Manche Häuser berechnen die Differenz als Raummiete, 7 der 31 ausgewerteten Tagungs-AGB 60 % der Differenz als entgangenen Gewinn, ein Tagungshaus 80 %. Rechnen Sie aus, ab welcher Teilnehmerzahl Sie darunter fallen.

7 / 19 %Umsatzsteuer nach Art der Leistung.

Wie viele Teilnehmer darf ich kostenlos abmelden?

In 21 von 31 ausgewerteten Tagungs-AGB gibt es eine feste Quote, 14 davon mit 5 % und 7 mit 10 %. Gemeldet wird häufig bis 5 Werktage vorher. Steht nichts im Angebot, fragen Sie vor der Bestätigung nach.

Auf der Rechnung steht ein Posten, der nicht im Angebot stand. Was tun?

Legen Sie Angebot, Bestätigung und AGB neben die Rechnung und gleichen Sie Zeile für Zeile ab. Fragen Sie das Hotel sachlich, wo der Posten vereinbart wurde, und bitten Sie um Korrektur, falls er nirgends steht. Zahlen Sie unstrittige Positionen pünktlich. Ob ein Anspruch besteht, klärt im Zweifel eine Rechtsberatung.

Was sollte ich vor der Buchung schriftlich haben?

Alles, was Geld kostet oder den Tag retten muss: die enthaltene Technik als Liste, Getränkeregelung, Raummiete und Gruppenräume, Servicepauschale, Mindestumsatz, Stornostaffel mit Basis, Reduktionsquote mit Meldefrist und die Zimmer als Abruf- oder Festkontingent. Mündliche Zusagen lassen Sie sich per Mail bestätigen.

Was ist der Unterschied zwischen Option und Buchung?

Eine Option hält Raum und Zimmer bis zu einem Datum für Sie frei, ohne dass Sie zahlen müssen. Melden Sie sich bis dahin nicht, gibt das Hotel sie in der Regel frei. Erst mit Ihrer Bestätigung entsteht der Vertrag mit Storno- und Zahlungspflichten.

So rechnet der Schnellcheck

60 %der Tagungspauschale setzt der Schnellcheck als Speisen an.

  • Zimmer mit Frühstück und Speisen 7 % USt; die Tagungspauschale wird zu 60 % als Speisen gerechnet, der Rest mit 19 %. Raummiete, Technik, Getränke, Servicepauschale und Fehlbetrag zum Mindestumsatz mit 19 %. City Tax ohne USt. Wie Ihr Hotel tatsächlich aufteilt, steht auf dessen Rechnung; mehr unter Tagungspauschale erklärt.
  • Zum Mindestumsatz zählen hier alle Positionen außer Zimmern. Ein Fehlbetrag wird im ungünstigsten Fall voll als Raummiete eingerechnet. Die Servicepauschale wird auf alle Positionen außer Zimmern berechnet.
  • 35 / 20 / 10 / 1Tage vor Anreise: die Vergleichsstufen des Schnellchecks.

  • Stornosätze werden mit 31 öffentlich abrufbaren Tagungs-AGB deutscher Hotels und Tagungshäuser verglichen, normalisiert auf 35, 20, 10 und 1 Tag vor Anreise (Methode und Quellen unter Vertrag & Storno). „Härter als drei Viertel“ heißt: über dem 75. Perzentil. Ohne angegebene Basis zeigt der Schnellcheck eine Spanne von „nur Pauschale“ bis „alles ohne City Tax“.
  • Beispielwerte beim ersten Aufruf sind erfunden.

Quellen

21.10.2026Stand der ergänzten Erfahrungsberichte.

  1. 31 Tagungs-AGB, Liste mit Links (eigene Auswertung, Stand 15.10.2026)
  2. Hotel Ahrenberg: AGB Tagung (Optionsreservierungen verfallen ohne Rückmeldung)
  3. Seespitz Gästehaus: AGB (Tabelle „kostenfreie Stornierung in %“)
  4. MICE desk: Benchmark Report 2026, LinkedIn-Beitrag vom 18.06.2026 (294 Anfragen, 2 % mit Bedarfsklärung)
  5. 294 Anfragenumfasste der genannte Benchmark-Report 2026.

  6. Erfahrungsberichte aus öffentlichen Foren und Netzwerken (r/ExecutiveAssistants, r/TalesFromTheCustomer, r/rant, r/TalesFromTheFrontDesk, LinkedIn, HolidayCheck, gutefrage, 123recht, frag-einen-anwalt, Hochzeitsforum), ohne Namen wiedergegeben; zuletzt ergänzt am 21.10.2026

Allgemeine Information, sorgfältig recherchiert, ohne Gewähr. Keine Rechts- oder Steuerberatung: Der Schnellcheck rechnet und vergleicht Konditionen, ob eine Klausel wirksam ist, prüft er nicht. Maßgeblich ist immer Ihr Angebot und Vertrag.